
PARADIES - Ein Spielfilmprojekt von Ulrich Seidl
Kinospielfilm | Koproduktion Deutschland: TAT-Film Christine Ruppert | Koproduktion Frankreich: Co-Production Office Philippe Bober | Weltvertrieb: Co-Production Office Philippe Bober | Regie: Ulrich Seidl | Drehbuch: Ulrich Seidl/Veronika Franz | Länge: 130 Min. | Produktionszeitraum: Oktober 2009 bis September 2010
Synopsis Der Film erzählt drei (Urlaubs)Geschichten von drei Frauen einer Familie.
SUGAR MAMA, die erste Geschichte, handelt von Teresa, einer Röntgenschwester Mitte 40, die vor einem Jahr in Kenia einen jungen Schwarzen kennen und lieben gelernt hat. Im Urlaub fährt sie zu ihm nach Mombasa, muss jedoch entdecken, dass er, ein Moslem, mit einer anderen Frau verheiratet ist.
LOLITA, die zweite Geschichte, erzählt von Teresas Tochter. Sie ist dreizehn Jahre alt, übergewichtig und ordentlich frech. Während ihre Mutter nach Kenia fährt, verbringt sie ihre Ferien in einem Diätcamp in Niederösterreich. Dort verliebt sie sich in einen um vierzig Jahre älteren Leiter des Camps, der Doktor genannt wird. Der Doktor jedoch kämpft gegen die Schuld dieser Liebe an, wissend um deren Unmöglichkeit.
DIE WANDERMUTTERGOTTES, die dritte Geschichte, erzählt von Teresas Schwester Anna Maria. Anna Marias Paradies heißt Jesus. Ihn liebt sie bedingungslos, ihm weiht sie all ihr Tun und Sein. Ihm schenkt sie ihren Urlaub, um in seinem Namen Österreich zu missionieren. Mit einer Wandermuttergottes, einer 40 cm großen Marienstatue, in der Tasche pilgert sie von Haus zu Haus, um die Statue, die den Menschen Heilung verspricht, zu verteilen. Bis eines Tages ihr Mann, ein an den Rollstuhl gefesselter Pakistani und Moslem, nach Jahren der Abwesenheit wieder nach Hause kommt. Ein Kleinkrieg um Ehe und Religion beginnt.
PARADIES erzählt von jungen Frauen und alten Männern; von alten Frauen und jungen Männern. Der Film erzählt vom Dicksein und vom Marktwert der Sexualität; erzählt von der Liebe zu Gott; von der Kluft zwischen Kulturen, zwischen Moslems und Christen und der Schuld, die man sich gegenseitig gibt. Und er erzählt von der Sehnsucht nach Liebe.
Ulrich Seidl, geboren 1952, Regisseur. Ulrich Seidl wurde für Dokumentarfilme wie "Good News" (1990), "Tierische Liebe" (1994) und "Models" (1998) mit zahlreichen internationalen Preisen ausgezeichnet. „Hundstage“ (2001) war Ulrich Seidls erster Spielfilm und wurde 2001 mit dem Großen Preis der Jury bei den Filmfestspielen in Venedig bedacht. 2003 gründete er die Ulrich Seidl Film Produktion und produzierte mit ihr Import Export, der 2007 im Wettbewerb von Cannes seine Uraufführung hatte.
